25.06.16

Farm & Country Fair Aalten 2016

Alle Jahre wieder verschlägt es uns ins benachbarte Aalten zur Farm & Country Fair.
Dieses Jahr fiel die Messe leider schon etwas ins Wasser.
Angeblich ist sie sogar am gestrigen Freitag zum ersten Male in seit Anbeginn ihres Bestehens aufgrund des Wetters abgesagt worden. Wir waren heute da und hatten empfunden den ganzen Tag über mehr oder weniger Regen. Die Wege waren zwar mit Stroh mehr oder weniger gefestigt, doch für diejenigen, die es geschafft haben die Gummistiefel zu Hause zu vergessen, war es abenteuerlich und schnell nass.
Und leider war das Angebot an Ausstellern nicht ganz so, wie wir es gerne gehabt hätten. Der Ausrichter hätte den Eintrittspreis von stolzen 17,50€ pro Kopf ans Wetter und Angebot etwas nach unten korrigieren können. Das er nichts für's Wetter kann ist klar, allerdings macht das heutige Erlebnis die Farm & Country Fair mit diesem Eintrittspreis für uns, die mit kleinen Kindern unterwegs sind in Zukunft sehr Wetter abhängig.

Nun, schön war es natürlich trotzdem. Und auch wenn die Fotos nicht sehr zahlreich sind, so teile ich gerne einige der vierbeinigen Freunde mit euch. Vor allem für Kinder stehen natürlich die Tiere im Fokus:


 Ok, diesem Tier wurden zwei Beine amputiert ... :D Oder was es doch eine seltene vierbeinige? Fahrt hin und findet es heraus. 


Auch hier stellt sich die Beinfrage, die niemand außer euch beantworten kann. 

Ein fast schon seltener Anblick: Ein Kalb, dass die für ihn bestimmte Muttermilch trinkt - ganz so wie Mutter Natur es mit der Kuhmilch im Sinne hatte :) 

Tiere gibt es also eine ganze Menge, einige kann man sogar erwerben - sogar ganz. 
Und was bietet die Ausstellungsmesse noch?
Pflanzen, Nutzpflangen, wie auch Zierpflanzen.
Wohneinrichtungsgegenstände, die es so unter Garantie nicht im Laden um die Ecke gibt.  Spezialitäten, sei es nun Fleisch, Käse, Honig, Gewürze oder Wein, für einen zwar stolzen Preis, aber dafür kriegt ihr auch hier Leckereien, die es so nicht überall gibt. 
Pullover, aus eigener Herstellung, von eigenen Schafen. 
Filzkunsthandwerks Dingse. 
Und andere Dingse auch :) 
Kurz und knapp zusammengefasst - es gibt dort sehr viel skurriles und nützliches, schönes und seltenes. Ein Besuch lohnt sich, allerdings macht es bei schönem Wetter weitaus mehr Spaß. 
Meine Favoriten sind das getrocknete Gemüse und Obst und der geräucherte Knoblauch - yummy. 
Für weitere Informationen schaut euch einfach auf der Seite des Ausrichter um: http://www.countryfair.de/

20.06.16

Erdbeerkuchen - eine Idee in Vollkorn und vegan

Sommerzeit, Erdbeer - bzw Erdbeerkuchenzeit und diesmal auch in vegan. 
Die Idee kam mir, weil wir zu viele Erdbeeren hatten und mein Sohn gerne "Erdbeersahne" wollte - so nennt er gerne Erdbeersahnekuchen. 
Natürlich hatte ich nicht die Zutaten, die ich gerne gehabt hätte ( außer noch einiges an H-Schlagsahne, die ich jetzt auf dem Wege des veganen Experimentierens nicht unbedingt benutzen wollte)  und so wurde improvisiert. Das Ergebnis fanden wir sehr lecker und am nächsten Tag war der Kuchen, nachdem er etwas Zeit außerhalb des Kühlschranks verbracht hat, nochmal doppelt lecker. 



Vorab - er schmeckt nicht wie die traditionelle Torte die man so kennt - kommt ja auch ohne Eier, Sahne, Gelatine uä aus. 


Zutaten:
Für den Teig (Das original Rezept - hat mich sehr inspiriert):
150g Zucker (nehme meist selbstgemachten, aromatisierten Vanillezucker)
250g Sprudelwasser
4 El Öl
4 TL Backpulver
200g Vollkornmehl


Für den Belag:
etwa 1 kg Erdbeeren
1 Soyatoo Soja Schlagcreme
300 ml Hafermilch
1 Tonkabohne 
2 EL Hafermilch
Etwa 2 EL Zucker





Zubereitung:



Boden:
Ofen auf 175°C vorheizen. 
Alle Zutaten gut verrühren.
Eine Springform mit Backpapier auskleiden und den Teig einfüllen. 
Etwa 20 - 25 Minuten backen. 
Auskühlen lassen. 


Für die Füllung:
Erdbeeren waschen und den Boden mit halben Erdbeeren belegen.  
Etwa 250 ml Haferdrink in einen Topf füllen und langsam erhitzen. 
In den restlichen 50ml Haferdrink die zwei Löffel Speisestärke auflösen. 
Den Zucker in den Topf hinzufügen.
Die Stärkelösung ebenfalls. 
Bei ständigem rühren langsam aufkochen lassen. 
Tonkabohne hinzufügen und kurz ziehen lassen. 
(Die Tonkabohne habe ich genommen, weil ich keine Vanilleschote mehr hatte, wer die hat, kann auch etwa eine halbe auskratzen :) ) 
Tonkabohne rausholen und Pudding etwas abkühlen lassen.
(Die ausgekratzte Vanille muss nicht rausgenommen werden :D )  
(Das Abkühlen mache ich immer in einem Wasserbad und rühre gelegentlich um).
Schlagcreme aufschlagen.
Restliche Erdbeeren kleinschneiden und zur Schlagcreme hinzufügen. Erdbeerschlagcreme mit dem Pudding vermengen und auf dem "Erdbeerboden" verteilen. 
Am besten in der Form belassen - so bleibt diese erhalten. 
Ab in den Kühlschrank und schön durchziehen lassen.

Guten Appetit!


 +,




16.06.16

Omas Kartoffelsalat - vegan interpretiert

In den klassischen Kartoffelsalat, den ich so aus Kindertagen kenne, gehören:

Kartoffeln
Gewürz-Gurken
viel Mayo
Fleischwurst 
eine Zwiebel
und manchmal Ei

Meine Interpretation sah so aus:


Ich finde, auf den ersten Blicks sieht man keinen Unterschied. Ok, die Eier habe ich nicht vegan nachgebaut und natürlich muss man bei der veganen Ernährungsweise mit der Zeit immer weniger "ersetzen", so dass man Produkte wie vegane Fleischwurst irgendwann nicht mehr braucht.
Aber vor allem, wenn man am Anfang der veganen Karriere ist und ohnehin das Gefühl hat ständig zu verzichten, sind es doch Gerichte wie dieses, die einem das Gefühl geben, dass vegan nicht automatisch nur Verzicht bedeutet.


Zutaten:

Kartoffeln - etwa 1,5 kg
Ein kleines Glas süß/sauere Gurken
1/2 vegane Fleischwurst am Stück (von Real) oder die in Scheiben von zB Kaufland
Eine Zwiebel


Für die Mayo:

~100 ml Sojadrink (natur)
einen Löffel Senf
Salz
Pfeffer
Einen Schuss Balsamicoessig, Apfelessig oder Zitronensaft
etwa 50-150 ml Rapsöl
evtl. eine Knoblauchzehe - das gibt dem ganzen mehr Pepp und geht Richtung Aioli



Zubereitung:

Kartoffeln kochen und auskühlen lassen. Anschließend würfeln und in eine große Schüssel tun.
Zwiebeln feinhacken, Gurken und Fleischwurst würfeln und mit den Kartoffeln vermengen.. Evtl. schon etwas Salzen und Pfeffern.

Für die Mayo alle Zutaten bis auf das Öl in ein hohes Gefäß füllen und durchpürieren. Weiter pürieren und währenddessen nach und nach das Öl in kleinen Portionen bis zur gewünschten Konsistenz hinzufügen. Je mehr Öl, desto fester wird die Creme. Für Salat wie von Oma braucht man meist mehr Öl um auf den echten Geschmack zu kommen. Wer es leichter mag, der nimmt eher die soßen-artige Variante.

Die "Mayo" unter den Salat rühren und abschmecken.
Probiert es mal aus, kostet nicht wirklich mehr als die klassische Variante und schmeckt genauso gut.

 Guten Appetit!

14.06.16

Erdbeerzeit - Ab auf's Feld

Mitte Juni - Erdbeerhochsaison.

Erdbeeren sind seit etwa zwei Jahren ein sehr wichtiges Nahrungsmittel bei uns geworden,unser Großer liebt sie einfach. 

Welch Glück, dass man sie momentan frisch aus der Region angeboten bekommt. 
Die Erdbeeren aus dem Supermarkt haben meiner persönlichen Meinung nach nichts mit dem zu tun, was ich unter frischen Erdbeeren verstehe und so mag ich sie eigentlich lieber vom Erdbeerstand.
Die Preise sind mit etwa 6€ das Kilo schon nicht gerade dazu einladend, dass man sich täglich frische Erdbeeren gönnen mag. 

Wie gut, dass wir in der Nähe Erdbeerbauern haben, die das Selberpflücken zulassen. Erdbeeren, frisch vom Feld und das zu einem unschlagbaren Preis von mal eben zwei Euro das Kilo.
Jedem der gerne einkocht, Liköre, Chutneys und Co. aus den Sommerfrüchten herstellt, kann ich so einen Familienausflug auf's Erdbeerfeld nur empfehlen. Die Kinder haben Spaß, man ist an der Luft, man entscheidet selber was man kauft und weiß auch zu 100% wo die Früchte herkommen und das Portmonee wird auch geschont.

Unsere letzte Ausbeute:



 Immerhin 4,5 kg richtig leckererErdbeeren


Und was macht man nun aus all den leckeren Früchten? Hier eine kleine Sammlung von Anreizen:


Erdbeermarmelade, der Klassiker unter den fruchtigen Aufstrichen. Letztes Jahr war sie mit Marzipan und nicht allzu fest, so dass sie auch noch als Eissoße fungieren konnte. 
Dieses Jahr wurde sie in weniger süß und mit frischer Minze, Zitronenmelisse und mit ganzen Früchten eingekocht. 



 Püriert und in Eiskugelbeutel gefüllt - macht sich herrlich in frischem Mineralwasser oder Sekt. 



 Frisches selbstgemachtes Eis - schmeckt garantiert anders als in der Eisbude, probiert es mal aus. 



Eine Erdbeersahnetorte - in ganz vegan und richtig lecker.



Erdbeerpolentaplätzchen - mal etwas anderes und ich finde die (nahezu) gesunden Snacks auch wirklich gut. 


Zusätzlich probierte ich mich an einer Erdbeer-Balsamico-Chilli-Soße, die ich heute auf meinem Tofuburger hatte und ich muss euch sagen - boah, ist das lecker gewesen.

Wie ihr seht, die Möglichkeiten Erdbeeren zu verarbeiten sind sehr vielfältig und bei dem Angebot des Selberpflückens - wie kann man da widerstehen? Also, ab auf's Feld! :)